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Ein   Photoshop-Tutorial  für  Anfänger   
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 2. Wie man ein nahtloses Muster aus eigenen Fotos erstellt  

 Nahtlose Muster sind keine Zauberei
 Vorbereitung der Arbeitsfläche
Die wichtigsten Werkzeuge zum Retuschieren
Das Foto wird eingefügt und verschoben
Unser fotorealistisches Muster ist fertig
Mit dem Musterstempel malen
Diese nahtlosen Muster aus Fotos könnt Ihr Euch runterladen


 Nahtlose Muster sind keine Zauberei  
 

Ihr habt Euch bestimmt auch schon häufig gefragt, wie man das wohl macht - grafische Elemente oder sogar Fotos als Muster aneinanderzureihen, daß man den Übergang nicht bemerken kann. Dem Bild von der blühenden Rosenhecke unten sieht man auf den ersten Blick auch nicht an, daß es sich ohne weiteres neben- und untereinander einsetzen läßt, um z.B. den Hintergrund für eine Webseite zu bilden. Mit Fotos ist es fast noch einfacher als mit grafischen Elementen. Ich zeige Euch die Vorgehensweise aber an einem anderen Beispiel - der mit wildem Wein berankten Ziegelmauer meines Nachbarn. Beide Muster könnt Ihr Euch am Ende des Tutorials runterladen, sie sind in meiner kleinen Sammlung enthalten.
(Sammlung 2 - fotorealistische Muster)
Und nun viel Spaß beim Entwerfen!



Wir suchen uns ein Foto aus, das wir zum Muster machen wollen. Im Grunde ist jedes Bild dafür geeignet, man sollte nur darauf achten, daß es an den äußeren Kanten Farben hat, die sich nicht zu sehr unterscheiden. Sonst wird es schwierig (aber nicht unmöglich), die Übergänge zu retuschieren. Die Stellen, wo das Muster sich wiederholt, sollen ja möglichst unsichtbar werden. Wir nehmen einen Ausschnitt aus dem untenstehenden Foto von der berankten Mauer.


 Vorbereitung der Arbeitsfläche  
 

Wir öffnen eine Datei mit den Maßen des geplanten Musters, in diesem Fall 200 x 200px. Auflösung je nachdem wofür das Muster später dienen soll, fürs Web genügen 72 dpi, für den Druck muß es schon 300 dpi haben. Die Auflösung muß bei beiden Dateien übereinstimmen. Es läßt sich im folgenden Dialogfeld einstellen.


Wir ziehen das Foto einfach mit gedrückter Maustaste aus dem anderen Dokument. Wenn das Foto eine andere Auflösung hat als unser Dokument, sieht man das sofort, die Größe stimmt nicht überein. Also entsprechend ändern.

 Das Foto wird eingefügt und verschoben  
 

Jetzt das Element, aus denen das Muster bestehen soll, aussuchen und über Kopieren > Einfügen in das Dokument holen. Würde man das Muster so verwenden, fiele der Fehler an den aneinanderstoßenden Bildern sofort auf, wie dieses Foto zeigt. Mauersteine sind durchgeschnitten, Teile von Blättern fehlen. Da muß retuschiert werden.


Deshalb wird der Filter > sonstige Filter > Verschiebungseffekt angewendet. Dieser Filter findet sich ganz unten versteckt in der Filterliste. Er ist enorm praktisch für unser Vorhaben, denn er verschiebt die Außenkanten des Bildes in die Mitte der Arbeitsfläche, wo sie sich viel besser bearbeiten lassen.
In dem Ausklappmenü sollte man jetzt die Einstellungen wie unten auf dem Screenshot vornehmen:
horizontal 100px nach rechts (halbe Bildbreite)
vertikal 100px nach unten (halbe Bildhöhe)
Durch verschobenen Teil ersetzen.



Die Anwendung des Filters bewirkt, daß sich die äußeren Ränder des Bildes jetzt in der Bildmitte befinden.
(rechtes Bild)


 Die wichtigsten Werkzeuge zum Retuschieren  
 

Vergrößert Euch zunächst mal den Arbeitsbereich mit dem Zoomwerkzeug, damit Ihr alles genau seht.


Mit dem Kopierstempel werden passende Bildteile eingesetzt. Das geht so:
Um den Ursprung festzulegen - also den zu kopierenden Bereich, klickt man bei gedrückter alt-Taste auf die Stelle. Der Kopierstempel hat nun die Farbe an der Stelle aufgenommen und man kann sie an einer anderen Stelle hinmalen - auch mit speziell geformten Werkzeugspitzen. Die gesamte Palette der verschiedenen Werkzeugspitzen öffnet sich, wenn man auf das kleine Dreieck neben der Pinselminiatur klickt.

Mit dem Wischfinger werden harte Kanten verwischt, dabei mit wenig Deckkraft und weicher Pinselkante (Bild) arbeiten. Keine Fingerfarbe nehmen!
Die Feineinstellungen für den Pinsel öffnet man, indem man auf das Kästchen neben dem Wort Pinsel klickt, wo die Miniatur der Pinselspitze abgebildet ist. Darin gibt es die Möglichkeit, einen weichen Pinselrand einzustellen. Übrigens - auch den Wischfinger kann man mit speziell geformten Werkzeugspitzen verwenden.



Das klingt alles komplizierter, als es ist. Es macht Spaß, die vielen Möglichkeiten zu erforschen und mit den Einstellungen zu spielen, um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen.

 Unser fotorealistisches Muster ist fertig  
 


Nachdem ich die Farben etwas angeglichen habe und die Kanten mit den oben genannten Werkzeugen beiretuschiert sind - ich weiß, es ginge noch besser, aber ich hatte keine Lust mehr - können wir unser fotorealistisches Muster speichern, damit wir es später zur Verfügung haben.
Auswahl > alles auswählen, Bearbeiten > Muster festlegen
Zu den Mustern gelangt man so:
Bearbeiten > Vorgaben-Manager > Muster
Jetzt werden die Muster angezeigt.
Mit Umschalttaste mehrere auswählen > Satz speichern.
Löschen einzelner Muster:mit gedrückter Alt-Taste
auf das Muster klicken.
Wenn das Muster als Hintergrund für Webseiten verwendet
werden soll - so wie für diese hier, am besten gleich als
.gif oder .jpg speichern.

 Mit dem Musterstempel malen  
 

Wie eine Musterfüllung verwendet wird, wißt Ihr sicher schon.
Bearbeiten > Fläche füllen mit Muster > eigene Muster: dann öffnet sich die ganze Palette und man kann das gewünschte Muster auswählen, um eine Auswahl oder eine ganze Ebene zu füllen.
Man kann aber auch ein Muster als Füllung für den Musterstempel nehmen.

Hier rechts seht Ihr den Musterstempel.
Beim Klick auf das entsprechende Icon in der Werkzeugleiste hat man die Wahl zwischen Kopierstempel und Musterstempel. In diesem Fall wählen wir den Musterstempel. Man kann damit wie mit jedem anderen Pinsel malen. Wenn "ausgerichtet" angehakt ist, malt der Pinsel an jeder Stelle der Arbeitsfläche die entsprechende Stelle des Musters, also genauso wie bei "Fläche füllen mit Muster". Schwer zu erklären, probiert es aus. Wenn ausgerichtet nicht angehakt ist, fängt das Muster bei jedem Ansetzen des Pinsels neu an.
Wie man mit dem Musterstempel gerade Linien macht? Beim Malen Umstelltaste drücken
So entstehen z.B. Umrandungen und Bordüren.

Wenn man den Musterstempel wählt und dazu eine Pinselspitze (Werkzeugspitze) mit besonderer Form einstellt, ergibt das ungewöhnliche Effekte, wie hier unten auf dem Beispielbild zu sehen. In diesem Fall habe ich eine Art Tapetenmuster als Form für die Werkzeugspitze eingestellt ( dazu noch den Pinselabstand variiert) und dazu das Nikolauspattern als Muster genommen.



So - hier ist mein kleines Tutorial Teil 2 zu Ende. Ich hoffe es hat Spaß gemacht und Ihr konntet mit den Anleitungen was anfangen. Jetzt wißt Ihr ja wie es geht, nun entwerft mal selber was ;)

Euer Greengoblin



 Diese nahtlosen Muster aus Fotos könnt Ihr Euch runterladen  
 

   
   

Sammlung 2 enthält 52 nahtlose Muster aus Fotos, Größe verschieden, meist 200x200px, geeignet für eine Auflösung von 72 dpi.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von www.mbspektral.de


 
 Download meiner Mustersammlung:

 Sammlung 1 [grafische Muster und Tapetenmuster als zip 2,7MB]
 Sammlung 2 [fotorealistische Muster als zip 1,77MB]

 

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